
Ob an Land oder in der Luft: Unsere Berge sind Heimat für zahlreiche Tiere. Diese sieben bekannten Arten der Alpen solltet ihr kennen!
1. Gams 2. Steinbock 3. Murmeltier 4. Schneehase 5. Steinadler 6. Bartgeier 7. Alpendohle
1. Gams

Gämsen sind besonders gute Kletterer und leben im Rudel von bis zu 30 Tieren zwischen 1.000 und 3.500 m Höhe. Im Sommer ist das Fell der Tiere gelblich braun und im Winter dunkelbraun bis schwarz. Die charakteristischen Hörner von Bock und Geiß sind bis zu 32 cm lang.
Bei Gefahr warnen die Gämsen einander mit lauten Pfiffen.
Gämse sind Vegetarier und ernähren sich von Gräsern, Kräutern, Pilzen, Blättern und Knospen.
Gämse werden 15-20 Jahre alt.
2. Steinbock

Während Männchen mit bis zu einem Meter langen Hörnen ausgestattet sind und schon mal 120 kg auf die Waage bringen, erkennt man die deutlich kleineren und leichteren (bis zu 50 kg) Weibchen an rund 35 cm langen Hörnern. Das sind nicht die einzigen Merkmale die die beiden unterscheiden: Das Fell der Männchen ist dunkelbraun mit gelblich weißen Flecken am Hinterteil und Rücken im Sommer und das der Weibchen ist hell- bis rotbraun. Im Winter jedoch färbt sich das Fell sowohl bei Bock als auch bei Geiß gräulich. Zu finden sind Steinböcke in Höhen von bis zu 3.200 Metern.
Steinböcke ernähren sich wie die Gämse vorwiegend von Gräsern und Kräutern.
Die Lebenserwartung der Tiere beträgt 10-20 Jahre.
So könnt ihr die Tierarten auseinanderhalten:
Der Steinbock hat lange, dicke und gleichmäßig gebogene Hörner, die Gams hat nur kurze, dünne und an den Spitzen gebogene Hörner.
Der Steinbock hat keine Fellzeichnung am Kopf, der Kopf der Gams ist schwarz-weiß gefärbt.
Das Steinbock-Männchen hat ein Ziegenbärtchen, die Gams hat – unabhängig vom Geschlecht – kein Bärtchen.
Der Steinbock ist mächtiger und größer als die Gams, die Gams wird maximal 60 kg schwer.
3. Murmeltier

Murmeltiere bringen mit ihrer Länge von rund 65 cm (inklusive Schwanz) bis zu 8 kg auf die Waage. Sie leben in Kolonien und verbringen 90 % ihrer Lebenszeit im unterirdischen Bau. Sechs bis sieben Monate davon halten sie jährlich Winterschlaf. Zu finden sind die niedlichen, braun-gräulich gefärbten Tiere in Höhen von bis zu 2.500 m.
Murmeltiere geben schrille Pfiffe als Warnsignal ab.
Sie ernähren sich von Gräsern, Kräutern, Insekten, Regenwürmern und Larven.
Murmeltiere werden durchschnittlich 15 Jahre alt.
4. Schneehase

Der Schneehase ist ein Verwandter des Feldhasen, hat aber vergleichsweise kleine Ohren. Seinen Namen verdankt er seinem Winterfell, das sich schneeweiß färbt. Im Sommer ist der nachtaktive Schneehase aber braun. Die bis zu 60 cm langen und 5 kg schweren Hasen sind in Gruppen von bis zu 100 Tieren auf einer Höhe von 1.000 bis 3.500 anzutreffen.
Der Schneehase ernährt sich von Gräsern, Kräutern, Beeren und im Winter auch von Hölzern und Rinden.
Schneehasen leben im Durchschnitt 8 Jahre.
5. Steinadler

Der „König der Lüfte“ trumpft mit imposanten Körpermaßen auf: Steinadler werden bis zu einem Meter lang, verfügen über eine Flügelspannweite von über zwei Metern und bringen drei bis sieben Kilogramm auf die Wage. Ihr Gefieder ist dunkelbraun und weist im Nacken eine goldene Färbung auf. Ebenfalls charakteristisch für Steinadler: der gebogene, dunkelgraue Schnabel.
Steinadler ernähren sich von Schneehasen, Murmeltieren, jungen Gämsen & Steinböcken sowie Alpenschneehühnern.
Die Lebenserwartung eines Steinadlers beträgt 20 Jahre.
6. Bartgeier

Mit einer Körperlänge von bis zu 110 cm und einer Flügelspannweite von bis zu 290 cm wird der Bartgeier noch größer als der Steinadler. Die bis zu 7 kg schweren Vögel sind an ihrem grau bis braun-schwarzen Gefieder erkennbar, das an der Unterseite eine creme- bis rostrote Färbung aufweist. Die mächtigen Tiere bevorzugen hochalpine Gebiete – im Himalaya leben Bartgeier in 7.000 m Höhe! Das Revier eines Bartgeiers misst bis zu 300 Quadratkilometer.
Der Bartgeier ist ein Aas-Fresser: 80 % seiner Nahrung bestehen aus Knochen von toten Vögeln oder Säugetieren.
Bartgeier haben eine hohe Lebenserwartung und leben 30-40 Jahre.
7. Alpendohle

Mit 70-85 cm Flügelspannweite und 35-40 cm Länge deutlich kleiner als der Steinadler, ist die Alpendohle dafür häufiger anzutreffen. Sie ist leicht an ihrem schwarzen Gefieder, dem gelben Schnabel und den orange-roten Beinen erkennbar. Oberhalb der Baumgrenze fühlt sie sich am wohlsten und lebt dort auf einer Höhe von 1.500 bis 3.000 Meter. Gebrütet wird bei den Alpendohlen häufig in Kolonien.
Die Alpendohle ernährt sich von Insekten, Spinnen, Schnecken und Würmern. Im Winter greift sie zuweilen auf vegetarische Kost zurück.
Die schwarzen Vögel werden bis zu 20 Jahre alt.

Berg & Freizeit Quiz: Die Tiere der Alpen 
Berg & Freizeit Die kleinsten Bewohner der Alpen 
Alpinwissen 14 schützenswerte Tiere der Alpen 
Berg & Freizeit Quiz: Die Vögel der Alpen 

Alpinwissen Der Seeleinsee im Portrait