
Der Lünersee im Rätikon – Wanderungen, Infos & Tipps
Foto: Christina Schwann, ökoalpin
Mitten im Rätikon befindet sich mit dem Lünersee einer der größten Seen Vorarlbergs. Ursprünglich als natürlicher Bergsee vorhanden, wurde er im Jahr 1959 durch eine Staumauer vergrößert. Seit damals dient er der Stromgewinnung, er ist aber auch ein wahres Naturjuwel und beliebtes Ausflugsziel. Hier findest du die schönsten Wanderungen zum See und in seiner Umgebung, Einkehrmöglichkeiten und weitere hilfreiche Infos.
Alle Infos auf einen Blick
Der Lünersee liegt am Ende des Brandnertals am Fuße der Schesaplana, die mit 2.695 Metern die höchste Erhebung des Rätikon ist. Bei Vollstau befindet sich der Wasserspiegel auf 1.970 Metern Seehöhe.
Daten & Fakten
Höhenlage: 1.970 m
Gebirgsgruppe: Rätikon, Schesaplanamassiv
Größe in Quadratkilometer: 1,12 km2
Max. Tiefe: 139 m
Kürzester Zustieg: mit der Lünerseebahn direkt zum See
Einkehrmöglichkeit: Douglasshütte

Wanderung zum Lünersee
Mit der Lünerseebahn erreicht man den See in nur wenigen Minuten. Wer die Bahn aber nicht nutzen möchte, kann auch vom Parkplatz zu Fuß über einen steilen, zum Teil gestuften und seilversicherten, Wanderweg mit dem klingenden Namen „Böser Tritt“ (T3) bis zum Lünersee aufsteigen.


Wandern · Vorarlberg


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Rund um den Lünersee
In knapp 2 Stunden kann man den gesamten Lünersee umrunden. Am westlichen Seeufer führt ein breiter, ebener Weg entlang. Am südlichen Ufer kann man in der Alpe Lünersee einkehren bevor man am östlichen Ufer einem schalen, aber aussichtsreichen Steig folgt.


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Zur Totalp-Hütte und auf die Schesaplana
Der Anstieg zur Totalp-Hütte, die als Zwischenstation zur Schesaplana (2.965 m) interessant ist, führt ebenfalls am Lünersee vorbei - bzw. beginnt dort, wenn man die Lünerseebahn nützt. Die Alpenvereinshütte auf 2.385 Metern wurde im Jahr 2019 von einer Lawinen völlig zerstört. Dank Spenden und großartigem, zum Teil ehrenamtlichen, Einsatz konnte die Hütte aber gänzlich neu errichtet werden.


Wandern · Vorarlberg


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Zur Heinrich-Hueter-Hütte
Beginnend beim türkisfarbenen Lünersee gelangt man auf einem schönen Wanderweg ins Rellstal im Montafon und zur gemütlichen Heinrich-Hueter-Hütte auf 1.766 Metern Höhe.


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Weitwanderwege, die am Lünersee vorbei führen
Der Lünersee wird von mehreren Weitwanderwegen tangiert. Zum einen führt der Zentralalpenweg 02 direkt am See entlang, der gegen Osten zur Lindauer Hütte und gegen Westen zur Mannheimer Hütte führt.
Außerdem der Walserweg Graubünden (Etappe 23) sowie die Montafoner Hüttenrunde (Etappe 10).



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Montafoner Hüttenrunde, Etappe 10: Lindauer Hütte bis Totalphütte


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Montafoner Hüttenrunde, Etappe 10: Lindauer Hütte bis Totalphütte
Einkehrmöglichkeiten
Erste Adresse für alle, die mit der Lünerseebahn zum See hinauf fahren, ist die Douglasshütte auf 1.976 Meter. Sie hat von Juni bis Oktober geöffnet und bietet ausreichend Schlafplätze.
Wer rund um den See wandert, kann in der kleinen Alpe Lünersee einkehren, die von Juli bis September geöffnet hat.
Wer ein wenig weiter aufsteigen möchte, dem bietet sich die Totalphütte auf 2.385 Meter als Einkehr- oder Übernachtungsstützpunkt an. Die Hütte wurde nach einen äußerst zerstörerischem Lawinenunglück 2020/21 fast zu Gänze neu gebaut, hat von Juni bis Oktober geöffnet und bietet fast 100 Schlafplätze.

Österreich, Brand bei Bludenz

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Österreich, Bludenz

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Anreise und Parkplatz
Öffentliche Verkehrsmittel: Mit den IC/EC-Zügen der ÖBB, der Deutschen und der Schweizerischen Bahn nach Bludenz in Vorarlberg. Von Bludenz fahren Linienbusse nach Brand ins Brandnertal und bis zur, vom Ort rund sieben Kilometer entfernten, Talstation Lünerseebahn. Mit der Bahn zum 1.970 m hoch gelegenen Lünersee.
Pkw: Vom Arlbergtunnel/Arlbergpass auf der S16 Schnellstraße Richtung Bludenz und die Ausfahrt Bludenz/Bürs nehmen. Links abbiegen Richtung Brandnertal. Bürs durchfahren und wieder links in die Landesstraße L 82 nach Brand. Weiter in den Talschluss bis zur Talstation der Lünerseebahn, wo ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen.
Naturraum Lünersee: Geologie, Flora und Fauna im Überblick
Mit einer Tiefe von 139 Metern und einer Fläche von 112 Hektar ist der Lünersee einer der größten Seen des Bundeslandes Vorarlberg. Aber auch schon vor dem Bau der Staumauer war der See der größte Hochalpensee der Ostalpen. Eingebettet in die Hochgebirgslandschaft des Rätikon mit der mächtigen Schesaplana, die bereits an der Grenze zur Schweiz steht, ist der See ein beliebtest Ausflugsziel für Wanderer und Bergsteiger, aber auch für Familien mit Kindern.
Geologie
Das Schesaplanamassiv bildet die westlichen Ausläufer der nördlichen Kalkalpen. Dicke Schichten aus dolomitischen Platten und Massenkalken sind charakteristisch für das Gebiet. Der als „Totalp“ bezeichnete Kessel oberhalb des Lünersee, in dem die Totalphütte des Alpenverein Vorarlberg steht, ist besonders karg. Am Lünersee selbst geht die Kargheit aber in artenreiche, bunte Almwiesen über.
Fauna und Flora
Im Lünersee finden sich Bachforellen, Regenbogenforellen, Bachsaiblinge und Seesaiblinge und das Fischen wird von der Sportfischerei Illwerke frei gegeben. Fischereikarten können online erworben werden.
Rund um den Lünersee findet man bunte Almwiesen, durchsetzt von Almrosen, die im Juni und Juli in voller Blüte stehen. Aber auch weitere typische Alpenpflanzen wie Enzian, Mehlprimel, Alpen-Vergissmeinnicht oder die Berg-Glockenblume findet man hier. Am Seeufer wachsen zudem das rosa blühende Schmalblättrige Weidenröschen, die Scharfgarbe und die Mariendiestel. Der Bereich zwischen Lünersee und Schesaplana gehört zum geschützten Landschaftsteil „Rellstal und Lünerseegebiet“, das im Jahr 1966 verordnet wurde.
Gut zu wissen
Das Schwimmen ist im Lünersee nicht erlaubt, weil es sich um einen Stausee handelt, der zur Stromgewinnung genutzt wird. Im Bereich der Staumauer befinden sich Turbinen, die das Wasser ansaugen.
Seit 1959 liefert der Lünersee den Vorarlberger Illwerken Wasser zur Stromgewinnung. Ist der Stausee komplett mit Wasser gefüllt, beträgt sein Volumen 78,3 Millionen Kubikmeter, was 262 Millionen Kilowattstunden an gespeicherter Energie entspricht.
Direkt an der Bergstation der Lünerseebahn befindet sich die Douglasshütte. Früher stand sie auf einer Halbinsel des ursprünglichen Sees. Dieser Standort wurde allerdings im Zuge der Aufstauung des Sees geflutet. Die Hütte wurde abgetragen und als Ersatzbau an der heutigen Stelle neu errichtet. In der Nähe des ursprünglichen Standortes befindet sich eine Erinnerungstafel.
Häufig gestellte Fragen zum Lünersee
Wie lange dauert die Wanderung rund um den Lünersee?
Die Wanderung rund um den Lünersee ab der Bergstation der Lünerseebahn dauert knapp 2 Stunden. Die Runde ist 6 Kilometer lang und auch für Kinder geeignet. Vorsicht ist nur auf einer kleinen Wegpassage am östlichen Ufer gegeben, wo man dafür aber einen schönen Blick auf den See genießt.
Kann man im Lünersee schwimmen?
Schwimmen ist im Lünersee ausdrücklich verboten. Der Grund: Der Lünersee ist ein Stausee, der zur Stromgwinnung genutzt wird. Im Bereich der Staumauer befinden sich Turbinen, die das Wasser ansaugen – hier herrscht als akute Gefahr. Hinweisschilder am Seeufer weise auf die Gefahr hin.
Kann man im Lünersee frischen?
Ja, das Fischen ist in der Zeit vom Anfang Juli bis Ende Oktober mit einer Anglerkarte erlaubt. Im See befinden sich vor allem Regenbogen- und Bachforellen.
Was kostet die Fahrt mit der Lünerseebahn?
Das sogenannt Green Ticket inkludiert die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Berg- und Talfahrt mit der Lünerseebahn inkl. gratis An- und Abreise von/zur Lünerseebahn innerhalb Vorarlbergs und von den Grenzbahnhöfen Buchs, St. Margrethen (CH), Lindau (D) und St. Anton am Arlberg. Erwachsene zahlen EUR 33,-, Senioren EUR 31,70 und Kinder 22,60.
Berg- und Talfahrt kosten für Erwachsene EUR 26,-, für Senioren EUR 24,70 und für Kinder EUR 15,60. Weitere Details findest du auf der Seite der Lünerseebahn.
Wann fährt die Lünerseebahn?
Die Lünerseebahn ist im Jahr 2026 vom 23. Mai bis zum 26. Oktober täglich von 8.00 bis 17.00 Uhr in Betrieb.

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