Wandern im Nationalpark Gesäuse besticht durch steile Felsen und wilde Wasser, hier am Sulzkarhund.

Weitwanderung: Die Gesäuse Hüttenrunde

Tourentipps
4 Min.
09.04.2026

Foto: TV Gesäuse / Stefan Leitner

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Die Gesäuse Hüttenrunde führt in acht Tagen von Hütte zu Hütte quer durch den Nationalpark Gesäuse. Auf der Weitwanderung in der Steiermark kann man seit 2025 erstmals durchgehend vegan speisen. Alle Infos zur Route und zu den einzelnen Etappen findest du hier.

Gesäuse Hüttenrunde: Eckdaten & Übersicht

  • Dauer: In 8 Tagen führt die Gesäuse Hüttenrunde von Hütte zu Hütte durch den Nationalpark Gesäuse. Start- und Endpunkt der Tour ist Admont – quasi die Hauptstadt des Gesäuses. Die Tour kann als mehrtägige Wanderung mit insgesamt 6.690 Höhenmetern im Auf- und Abstieg begangen oder individuell und flexibel gestaltet werden.

  • Hütten: Die Weitwanderung führt immer hoch über dem Tal zur Mödlingerhütte, Hesshütte, Ennstalerhütte, Buchsteinhaus, Haindlkarhütte, zum Admonterhaus und zum Rohrauerhaus.

  • Anforderungen: Die technischen Anforderungen sind moderat. Der Höhenweg führt über rot markierte Bergwanderwege, erfordert aber eine gewisse Ausdauer und bergsteigerische Erfahrung.

  • Beste Jahreszeit: Mitte Mai bis Mitte Oktober, je nach Schneelage und Hüttenöffnungszeiten

  • Beratung und Buchung: Die Hüttenrunde kann man selbst organisieren oder als Gesamtpaket online buchen – so werden die Übernachtungen in den alpinen Schutzhütten, die Verpflegung etc. organisiert.


Etappe 1: Von Admont zur Mödlingerhütte

Die erste Etappe ist vom Admonter Reichenstein (2.251 m) geprägt, den man bereits von Admont aus sehen kann. Der Startpunkt befindet sich im Ortskern von Admont. Von dort wandert man über den Veitlgraben und die Kaiserau zur Klinkehütte (1.504 m), zum Kalblinggatterl und weiter zur Mödlingerhütte. Diese liegt eindrucksvoll am Rücken der Treffner Alm. Der Blick auf die Gipfel des Großen Ödsteins und des Admonter Reichensteins ist fantastisch.


Etappe 2: Von der Mödlingerhütte zur Hesshütte

Diese Etappe zählt zu den landschaftlich abwechslungsreichsten Abschnitten der Gesäuse Hüttenrunde und verbindet das Bergsteigerdorf Johnsbach mit dem hochalpinen Kern des Nationalparks Gesäuse. Von der Mödlingerhütte steigt man inach Johnsbach ab. Vorbei am bekannten Kölblwirt erreicht man den Wanderweg zur Hesshütte (1.699 m). Über Wiesengelände und vorbei an einem Wasserfall geht es über den sogenannten „Zach’n Schuach“ – einen steilen Schotterweg, der dann wieder abflacht – zur Hesshütte.

Bergwelten-Tipp: In Johnsbach sollte man unbedingt ein wenig Zeit verbringen und den berühmten Johnsbacher Bergsteigerfriedhof besuchen. Dort findet man zahlreiche historische Grabsteine, die die tragische Geschichte vieler junger Bergsteiger erzählen, die in den Gesäusebergen verunglückt sind.

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Etappe 3: Von der Hesshütte zur Ennstalerhütte

Von der Hesshütte geht man auf den Sulzkarhund und steigt weiter durch das Sulzkar ab. Auf einer alten Forststraße wandert man in den wildromantischen Hartelsgraben. Hier schlängelt sich die immer mächtiger werdende Enns talwärts. Nach ca. 30 Minuten entlang der Autostraße führt zunächst ein Wanderweg (Weg Nr. 648), später ein Steig durch den Wald zum Kühmairboden (1.191 m), weiter zur Hochscheibenalm (1.189 m), zum Tamischbachturm (2.035 m) und schließlich zur Ennstalerhütte.


Etappe 4: Von der Ennstalerhütte zum Buchsteinhaus

Von der Ennstalerhütte führt der Weg über das Butterbründl und die Hörantalm bis zum Wegknoten Krois’n. Nun geht es nach Gstatterboden, wo sich der Nationalpark-Pavillon, das Besucherzentrum des Nationalparks Gesäuse mit Informationsstelle, Café und einer Ausstellung, befindet. Von hier geht es steil hinauf zum Buchsteinhaus auf 1.571 m.


Etappe 5: Vom Buchsteinhaus zur Haindlkarhhütte

Vom Buchsteinhaus steigt man wieder ins Tal ab und wandert am Rauchbodenweg zum Weidendom an der Enns. Danach geht es über schmale Bergwege und schottrige Bachbette aufwärts in die zunehmende alpine Landschaft rund um die Haindlkarhütte, die am Fuße der imposanten Nordwände der Hochtorgruppe steht.


Etappe 6: Von der Haindlkarhütte zum Admonterhaus

Etappenziel ist das Admonterhaus, die höchstgelegene Schutzhütte im Gesäuse. Von der Haindlkarhütte steigt man zum Parkplatz ab und fährt mit dem Gesäuse Sammeltaxi zum Buchauer Sattel. Von dort wandert man zum Admonterhaus auf 1.723 m Seehöhe. Etwas höher gelegen findet man bei der Admonter Warte einen wunderschönen Ausblick über das Gesäuse.


Etappe 7: Vom Admonterhaus zur Rohrauerhaus

Vom Admonterhaus steigt man durch einen Buchenwald nach Hall ab. Nach diesem etwas steileren Abschnitt geht es einige Zeit relativ flach über Wiesen dahin. Von Mühlau aus steigt man schließlich über Forststraßen (Nr. 601) zum Rohrauerhaus (1.308 m) auf.


Etappe 8: Vom Rohrauerhaus nach Admont

Die finale Etappe der Gesäuse Hüttenrunde verlangt nur mehr wenig Aufstieg, dafür aber fast 1.000 Höhenmeter im Abstieg. Vom Rohrauerhaus folgt man den Wegweisern in Richtung Ardning Alm. Von dort wählt man den Weg nach Ardning und erreicht nach rund fünf Stunden Admont.


Vegan Wandern auf der Gesäuse Hüttenrunde

Seit 2025 kann auf der Gesäuse Hüttenrunde durchgehend vegan gespeist werden. Jede der sechs teilnehmenden Hütten hat zumindest ein veganes Gericht ins Repertoire aufgenommen. Da viele Lebensmittel zu Fuß oder per Helikopter transportiert werden müssen, kann die Verfügbarkeit – wie bei allen Gerichten – variieren. Deshalb macht vor der Tour ein kurzer Anruf auf der Hütte Sinn!


Öffentliche Anreise im Gesäuse

Damit Wanderer, Einheimische oder Gäste das Auto stehen lassen können, hat das Gesäuse eine besondere Mobilitätsvariante: Das Gesäuse Sammeltaxi – ein leistbares (Sammel-)Taxi, das per Telefon (0043 3613 21 000-99) reserviert werden kann. Ab 1. Mai ist das Sammeltaxi ohne Fahrplan und Haltestellen per Anruf buchbar. Dafür einfach ein bis zwei Stunden vor dem gewünschten Abholtermin anrufen und entspannt öffentlich in der Nationalpark-Region unterwegs sein.

Preise Sommer 2026

  • Bis zu einer Strecke von 25km: pro Person € 11,00 (ab 2 Personen)
    Danach kostet jeder zusätzliche Kilometer € 1,20 pro Fahrzeug
    Kinder unter 12 Jahren fahren in Begleitung der Eltern kostenlos.

  • Tarif für Einzelpersonen € 20,00

Wer mit Hunden oder Fahrrädern unterwegs ist, muss vor der Buchung abklären, ob das möglich ist.

Betriebszeiten Sommer 2026

  • Das Gesäuse Sammeltaxi fährt im Mai, Juni, und von 14. September bis 25. Oktober jeweils von Freitag bis Sonntag und an Feiertagen von 8:00 bis 20:00 Uhr (letzte Fahrtbestellung 19:00 Uhr)

  • Im Juli und August sowie von 1. - 13. September und von 26. Oktober bis 1. November kann man täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr das Gesäuse Sammeltaxi in Anspruch nehmen (letzte Fahrtbestellung 19:00 Uhr)


Was ist die beste Jahreszeit für die Gesäuse Hüttenrunde?

Die beste Jahreszeit für eine Weitwanderung auf der Gesäuse Hüttenrunde erstreckt sich von Mitte Mai bis Mitte Oktober und orientiert sich nach der Schneelage sowie den Hüttenöffnungszeiten.