
Kalkstein – Zeuge des Ur-Meeres
Foto: Bernhard Fiedler
In den Alpen ist Kalkstein ein weit verbreitetes Gestein. Entstanden ist er aus Muscheln und Korallen, die sich am Meeresgrund des Ur-Meeres ablagerten. Nun ragen Felsen in den Himmel, die ebenso abwechslungsreich wie anspruchsvoll zu klettern sind.
Fels: Riff-Kalkstein in der Osterhorngruppe, Salzburg
Kletterin: Andrea Maruna, Österreich
Location: Kalkalpen bei Hallein, im Hintergrund der Untersberg
Route: „Sex mit Schimpansen“, 8a+
Vor 200 Millionen Jahren war hier ein tropisches Meer. Korallen formten kompakte Riffe, am Meeresboden sammelten sich Muschelschalen und Reste anderer Organismen. Später schoben tektonische Kräfte die zu Kalkstein verfestigten Ablagerungen zusammen und hoben sie aus dem Wasser.
Heute ist Kalkstein in den Alpen weit verbreitet und bei Kletterern beliebt – zum Beispiel der Peilstein in Niederösterreich, der Dachstein in Oberösterreich und der Steiermark oder der Watzmann in Bayern.
Seinen guten Ruf verdankt das Gestein der Verkarstung, die eine strukturierte Felsoberfläche erzeugt. Charakteristisch sind kantige Griffe, raue Tritte und Löcher in allen Variationen. Abwechslung ist garantiert, das Erkennen des richtigen Bewegungsablaufs ist daher gerade im Kalk eine kniffelige Angelegenheit.

Alpinwissen
Vulkanit kommt nicht nur auf exotischen Inseln, sondern auch in den Alpen vor. Für Kletterer ist das Gestein aus dem Erdinneren eine besondere Herausforderung.

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Eine der berühmtesten Ausformungen von Dolomit, die Wände der Drei Zinnen in Südtirol, kennt wohl jeder Bergliebhaber. Auch Kletterer schätzen das harte, splittrige Gestein. Seinen Ursprung hat es im warmen Wasser tropischer Meere.

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