
Schnee und Lawinen: Wintersport-Glossar
Foto: Christian Riefenberg
Firn, Harsch, Triebschnee, Schneebretter, Exposition etc.: Wir erklären dir die wichtigsten Begriffe rund um Lawinensicherheit und Schnee.
Verschiedene Schneearten
Altschnee
Abgelagerter Schnee, dessen Struktur sich durch Schmelz- und Verdunstungsprozesse verändert hat.
Bruchharsch
Eine kaum tragfähige Harschschicht über einer weichen Schneeschicht. Kann unter dem Gewicht von Wintersportlern leicht einbrechen.

Firn
Schnee, der bereits einen Sommer überdauert hat. Kommt daher fast ausschließlich auf Gletschern vor.
Umgangssprachlich wird „Firn“ oft als Synonym für Sulzschnee verwendet. Dieser kommt vor allem im Frühjahr vor, taut tagsüber an und gefriert nachts. Bildet eine tragfähige, griffige Oberfläche.
Mehr zu Firn liest du hier:

Berg & Freizeit
Für viele Ski(hoch)tourengeher ist eine Abfahrt im glitzernden Firn mindestens genauso genussvoll wie im staubenden Pulver. Aber was genau ist Firnschnee und wie entsteht er? Das haben wir den Alpinwissenschaftler und Bergführer Walter Würtl gefragt, der als Experte für das Österreichischen Kuratorium für Alpine Sicherheit tätig ist.

Berg & Freizeit

Harsch
Eine harte Schneeschicht, die durch Schmelz- und Gefrierprozesse entsteht.
Nassschnee
Schnee mit hohem Wassergehalt, der dadurch auch besonders schwer ist. Nassschneelawinen sind daher auch sehr gefährlich.
Neuschnee
Frischer, wenig verfestigter Schnee der aktuellen Niederschlagsperiode.
Sulzschnee
Sulzschnee ist nasser, schwerer Schnee, den man nach Regenereignissen und vor allem im Frühjahr antrifft. Er entsteht durch die Erwärmung der Schneedecke.
Triebschnee
Vom Wind verfrachteter Schnee, der sich in Mulden und Rinnen oder an Leehängen ablagert. Oft Ursache für Lawinen.

Lawinenarten
Gleitschneelawine
Bei einer Gleitschneelawine rutscht die komplette Schneedecke auf glattem Untergrund, etwa Gras oder Felsplatten, ab, sie weisen keinen horizontalen Bruch zwischen mehreren Schneeschichten oder keine Schwachschicht auf. Gleitschneelawinen können zu jeder Tages- und Nachtzeit abgehen. Du erkennst sie an sogenannten „Fischmäulern“, bis zum Boden reichenden Gleitschneerissen.
Lockerschneelawine
Eine Lawine aus ungebundenem Schnee. Sie beginnt punktförmig und breitet sich kegelförmig aus.
Nassschneelawine
Eine Lawine aus nassem Schnee, die vor allem im Frühjahr durch die Erwärmung im Lauf des Tages entstehen kann. Fließt langsamer als eine Trockenschneelawine, hat aber eine höher Dichte.
Schneebrettlawine
Eine Schneeplatte bricht entlang einer Schwachschicht ab und gleitet als Lawine talwärts.

Alpinwissen
Im zweiten Beitrag der dreiteiligen Serie zum Lawinenlagebericht verraten wir euch, was hinter den fünf typischen Lawinenproblemen steckt und woran man diese Gefahrenquellen im freien Gelände erkennen kann.

Alpinwissen
Lawinen-Know-How
LVS-Gerät (= Lawinenverschüttetensuchgerät)
Eine Art Funkgerät, mit dem man Signale senden und empfangen kann. Wird jemand von einer Lawine verschüttet, kann man ihn damit finden.
Alles zu LVS-Geräten erfährst du hier:

Alpinwissen
Das Lawinen-Verschütteten-Suchgerät, kurz LVS-Gerät, gehört neben Sonde und Schaufel zur Standard-Notfallausrüstung für alle, die sich im Winter abseits der gesicherten Pisten im freien Gelände bewegen. Alles, was du zum Notfall-Sende-und-Empfangsgerät wissen musst.

Alpinwissen
Schwachschicht
Schicht in der Schneedecke, in der ein Bruch im Gefüge der Schneekristalle stattgefunden hat. Kann eine Lawine auslösen.
Setzungsgeräusch / Wummgeräusch
Dumpfes Geräusch, wenn eine Schwachschicht zusammenbricht. Akute Lawinengefahr!
Gelände und Tourenplanung
Couloir
Steile, enge Rinne, meist zu beiden Seiten durch Felswände begrenzt.
Exposition
Himmelsrichtung, in die ein Hang zeigt.
Grat
Oberste Kante eines Bergrückens, kann Teil eines Kamms sein.

Hangneigung
Gibt die Steilheit eines Hangs ins Prozent an.
weniger als 30°: mäßig steil
30° bis 34°: steil
35° bis 39°: sehr steil
mehr als 40°: extrem steil
Je nach Lawinenwarnstufe sollten bestimmte Hangneigungen gemieden werden. Mehr dazu liest du hier:

Alpinwissen
Das Aufrufen und Studieren der regionalen Lawinenvorhersage am Vorabend der Skitour gehört zu den Standardmaßnahmen für alle Wintersportler, die sich im freien Gelände abseits von präparierten Pisten bewegen. Im ersten Beitrag dieser dreiteiligen Serie (hier geht’s zu „Teil 2: Lawinenprobleme“ und „Teil 3: Gefahrenstellen“) klären wir euch über die Begriffe der Lawinenprognose auf und verraten, wie die Gefahrenskala definiert wird.

Alpinwissen
Kamm
Markanter Gebirgsrücken oder Grat, der häufig mehrere Gipfel miteinander verbindet.
Leeseite
Windabgewandte Seite. Hier lagert sich Triebschnee ab.
Luvseite
Windzugewandte Seite. Oft abgeblasen.
Rinne
Eine langezogene, schmale Furche im Gelände. Hier kann sich leicht Triebschnee ablagern.

Rücken
Langgestreckte, erhöhte Geländeform, die sich von der Umgebung abhebt. Wird leicht abgeblasen.
Wechte
Eine überhängende Schneeformation, die sich an Graten, Kämmen oder Geländekanten bildet – immer auf der windabgewandten Seite (Leeseite).
_si202203030254.jpg)
Alpinwissen
Plant man eine Skitour oder einen Powdertag im Variantengelände darf er nicht fehlen – der Blick in den Lawinenlagebericht. Bunt leuchtet einem die Karte entgegen, es gibt Icons und Textabschnitte. Doch was sagen die einzelnen Bereiche genau aus und was fängt man mit den Informationen an? Franziska Ehrnsperger von der Lawinenwarnzentrale Bayern gibt uns einen kurzen Überblick, Schritt für Schritt erklärt.
_si202203030254.jpg)
Alpinwissen

Berg & Freizeit

Alpinwissen

Berg & Freizeit

Alpinwissen

Berg & Freizeit

Berg & Freizeit