Bianco Grat - Piz Bernina - Spallagrat
Fuorcla Prievlusa, Steigeisen ausziehen und bereit machen für den Felsgrat.Foto: Stephan Mitter
Bianco Grat - ÜbersichtFoto: Stephan Mitter
Frühstücksplatz; Die Spur führt unter der Haifischflossensuppe vorbei und weiter über den Schneegrat zum Piz Bianco.Foto: Stephan Mitter
Bianco Grat aus der AufstiegsperspektiveFoto: Stephan Mitter
Eine der markanten Stellen am Felsgrat zum Piz BerninaFoto: Stephan Mitter
Herrlicher Ausblick vom Gipfel auf Piz Palm, Piz Argient und Rast AgüzzaFoto: Stephan Mitter
Bellavista ÜbersichtFoto: Stephan Mitter
Spallagrat mit Piz BerninaFoto: Stephan Mitter
Spallagrat - Abstieg vom GipfelFoto: Stephan Mitter
Spallagrat, im Hintergrund der Bianco Grat mit Turm und AbseilstelleFoto: Stephan Mitter
SpallagratFoto: Stephan Mitter
Auf dieser Höhe wird noch anständig angeseilt! Im Hintergrund eine Seilschaft unterwegs Richtung Fortezza-Grat.Foto: Stephan Mitter
Das letzte Stück vom Spallagrat zur Marco e RosaFoto: Stephan Mitter
Diese Information hängt auf der Tschierva HütteFoto: Stephan Mitter

Eine Tour von
Beschreibung
Der Bianco Grat ist mit Sicherheit einer der schönsten Gratanstiege in den Westalpen. Er führt abwechslungsreich über Eis und Fels hinauf auf den Piz Bianco und weiter auf den Piz Bernina, der mit 4.049 m all seine Nachbarn in der Bernina Gruppe im Kanton Graubünden in der Schweiz überragt.
Der Abstieg erfolgt über den Spallagrat, der völlig ausgeappert ist und versierte Kletterei bis zum II. Grad abwärts verlangt.
In Summe eine wunderschöne Tour ausgehend von der Tschierva Hütte, für die man zwischen 8 und 10 Stunden einplanen sollte, ehe man die Marco e Rosa Hütte erreicht.
Beste Jahreszeit
Einkehrmöglichkeit
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Bergwelten Tipp
Beste Zeit: Juni, Juli, auf Grund der besseren Schneeauflage sind die Verhältnisse meist besser, allerdings ist auch der Andrang größer und es muss unter Umständen mit Wartezeiten gerechnet werden. Meist ist im August/September weniger Frequenz, aber da sind die Verhältnissee oft schlechter.
Der Zeitaufwand kann sich auch durch das notwendige Überklettern des ersten Felsabschnittes und der Haifischflosse verlängern. Ist dann auch Blankeis am Grat, sollte dieser gesichert werden (eventuell Tibloc Technik).
Wegbeschreibung
Wegbeschreibung
Sehr früh am morgen, 3:30 Uhr, geht es von der Tschierva Hütte los. Entspannt kann man sich auf dem Moränenweg eingehen und gelangt hinauf zur zweiten Kette. Die Wegweiser sind reflektierend und durch zahlreiche Reflektoren ist der Weg auch bei Unklarheit oder Müdigkeit sehr gut zu finden. Man quert einen Wasserfall, wiederholt sind felsige Passagen teilweise auch mit Ketten zu überwinden.
Je nach Schneeverhältnissen wird spätestens auf 3.100 m angeseilt. Durch den etwas längeren Zustieg verteilen sich die Seilschaften auch sehr gut und es kommt selten zu längeren Wartezeiten. Hier entscheidet sich, ob es möglich ist, direkt über den Schnee oder über den versicherten Steig zur Fuorcla Prievlusa, 3.426 m, aufzusteigen. Achtung auf Steinschlag, 2,5 h.
Ab der Fuorcla Prievlusa geht es weiter über den Felsgrat, zahlreiche Bohrhaken erleichtern die Wegfindung und die Sicherung. Hier kann man je nach Schneeverhältnissen den Grat früher auf der Ostseite verlassen und über den Schnee/Eis den eigentlichen Grat (Frühstücksplatz sonnig und warm) erreichen oder ihm zeitaufwendiger über den Felsgrat bis zu seinem Ende folgen und dort abseilen, um auf den Schneegrat zu gelangen.
Weiter gibt es wieder zwei Möglichkeiten: Bei guten Verhältnissen unter der Haifischflosse vorbei und auf den schönen Schneegrat oder über die Flosse, welche man nicht ganz überklettern muss, sondern über ein Band zum Schneegrat queren kann.
Je nach Verhältnissen kann der Schneegrat gut zu stapfen wie auch in hartem Eis zu klettern sein. Auf keinen Fall ist er zu unterschätzen!
Nach guten 1,5 h erreich man den Piz Bianco, 3.993 m. Hier geht es im Fels weiter, je nach Verhältnissen kann er von hier bis zum Gipfel ohne Steigeisen geklettert werden, zuerst leichter dann direkt am Grat ausgesetzter bis zur Abseilstelle (III). Diese ist nicht zwingend und kann auch abgeklettert werden. Weiter geht es über einen abwechslungsreichen Felsgrat, der an den wichtigsten Stellen mit Bohrhaken abgesichert ist. Speziell der Spreizschritt gibt immer wieder Rätsel auf. Nach ca. 150 m erreicht man den Gipfel des Piz Bernina, 4.049 m. Ein kleines Gipfelsymbol und das Gipfelbuch markieren den Gipfel. 1,5 h vom Piz Bianco.
Abstieg über den Spallagrat
Über leichtes Felsgelände geht es den ausgeaperten Grat entlang, Sicherungsmöglichkeiten hauptsächlich mit Köpflschlingen (bis II). Zweimal von Schneefeldern unterbrochen erreicht man die Abseilstellen. An der ersten Kette kann man mit 60 m abseilen, an der nächsten geht es sich mit 2x25 m aus oder man überklettert auch diese (III) und kommt mit einmal 15 m Seil hinunter. Am nächsten Felskopf kann man 10 m abseilen, auch gut abkletterbar. Weitere Abseilhaken leiten dann in die Flanke Richtung Süden oder man klettert noch einmal linkerhand ab, um dann den unteren Abseilstand zu verwenden. (25 m gut abzuklettern). Ab hier gibt es einige Möglichkeiten, die immer von der Steinschlaggefahr durch anderen Seilschaften abhängen. Gerade hinunter zum Eis oder weiter nach rechts hinausqueren. Sobald man das Eis erreicht hat, geht es unschwierig zur Marco e Rosa, 3.597 m, 2 h vom Gipfel.
Wichtige Infos in Kürze
Gehzeit bis Gipfel: 5 - 7 h
Gehzeit vom Gipfel zur Marco e Rosa Hütte: 2 - 3 h
Höhenunterschied Aufstieg: 1.539 Hm
Höhenunterschied Abstieg: 538 Hm
Start Tschierva Hütte: 2.583 m
Höchster Punkt, Piz Bernina: 4.049 m
Ziel, Marco e Rosa: 3.610 m
Wegstrecke: 5,6 km
SAC Bewertung: Berg- Hochtouren ZS+ UIAA III
Schlüsselstelle: Je nach Verhältnisse auf die Fuorcla Prievlusa, auf keinen Fall sollte der Schnee- Eisgrat unterschätzt werden!
Ausrüstung: Standard-Gletscherausrüstung, Steigeisen, Pickel, Helm, klettertaugliche, steigeisenfeste Bergschuhe, 3 Schraubkarabiner, Abseilgerät, 3 Eisschrauben, 3 längere Express Schlingen
Anfahrt und Parken
Anfahrt und Parken
Durch das Engadin, von Poschiavo oder über den Malojapass Richtung St. Moritz. Bei Schlarigna weiter nach Pontresina ins Val Roseg bis zum Hotel Roseg.
Parkplatz
Hotel Roseg
Sicherheitshinweis
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