
Bestens markiert Foto: Christina Schwann 
Erster Blick auf den Lüsener Fernerkgel, 3.298 m Foto: Christina Schwann 
Sommerweg zum Westfalenhaus Foto: Christina Schwann 
Sommerweg Westfalenhaus Foto: Christina Schwann 
Längental mit Seeblaskogel, 3.235 m Foto: Christina Schwann 
Die Kapelle beim Westfalenhaus Foto: Christina Schwann 
Das Westfalenhaus Foto: Christina Schwann 
Blick zur Schöntalspitze Foto: Christina Schwann 
Anstieg zur Schöntalpsitze Foto: Christina Schwann 
Längentalferner und ganz hinten der Schrankogel, 3.497 m Foto: Christina Schwann 
Steinmännchen vor dem Längentalferner Foto: Christina Schwann 
Die letzten Meter zum Gipfel Foto: Christina Schwann 
Gipfelkreuz au der Schöntalscharte, 3.002 m Foto: Christina Schwann 
Blick zum Zischgeles, 3.005 m Foto: Christina Schwann 
Am Praxmarer Höhenweg 
Schafe am Praxmarer Höhenweg 
Bach oberhalb von Praxmar Foto: Christina Schwann 
Blick hinaus ins Lüsener Tal Foto: Christina Schwann 
Die Schefalm oberhalb von Praxmar Foto: Christina Schwann Bildergalerie (19)

Vom Weiler Praxmar im Bergsteigerdorf Sellraintal in Tirol kann man eine wunderschöne Höhenrundtour inkl. der Besteigung der äußerst aussichtsreichen Schöntalspitze mit 3.002 m unternehmen. Die Szenerie wird dabei vom mächtigen Lüsener Fernerkogel dominiert, später - wenn man an Höhe gewinnt - schweift der Blick weiter über die Stubaier Alpen bis hin zum Seeblaskogel, dem Bruchkogel und dem Schrankogel und auf der anderen Seite zum Zischgeles.
Eine wunderschöne, abwechslungsreiche Tour, die allerdings aufgrund ihrer Länge von 7 bis 8 Stunden und den zu bewältigenden Höhenmetern von mehr als 1.500 m einiges an Kondition voraussetzt. Der Gipfelanstieg zur Schöntalspitze birgt einige leichte Kletterstellen im 1. Grad und ist zum Teil seilversichert.
Das Westfalenhaus auf 2.272 m bietet eine Rast- und auch Unterkünftsmöglichkeit, falls man die Tour auf zwei Tage aufteilen möchte.
Die Tour wurde am 31.8.2017 angelegt, die Bilder sind vom 30.8.2017.
Einkehrmöglichkeit Rundtour Aussichtsreich Mit Öffis erreichbar

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Strecke: 15-20 km Aufstieg: über 1.200 m Dauer: 6-8 h
Man kann die Tour auch gut auf zwei Tage aufteilen, indem man am Westfalenhaus nächtigt. Damit sparrt man sich am Folgetag rund 2:30 h Gehzeit und ist auch an die Höhe schon ein wenig besser angepasst.

Wegbeschreibung
Highlights
Zirbenwald am Beginn der Tour
Westfalenhaus mit tollem Blick auf den Längentaler Weißenkogel
Schöntalspitze mit über 3.000 m Höhe und fantastischer Aussicht
Hochgelegener Weiler Praxmar mit sehr empfehlenswerter Einkehrmöglichkeit im Alpengasthaus Praxmar
Vom Parkplatz in Praxmar geht man bis zum Ende des Platzes und folgt dann der Beschilderung zum Westfalenhaus. Ein Steig führt nach rechts oben und in leichtem Auf und Ab durch den Zirbenwald taleinwärts. Schon bald lichtet sich der Wald und man genießt erste geniale Blicke auf den Lüsener Fernerkogel, der den Talschluss dominiert.
Schließlich trifft man auf den Weg, der von Lüsens herauf führt. Über den Sommerweg geht es nun hinein ins Längental, weit oberhalb des Baches. Die Sicht ins Tal und die hoch aufragenden Berge, einerseits zur Linken der Lüsener Fernerkogel und die Villerspitze, aber später auch hinein zum Seeblaskogel werden immer besser. Der Wanderweg zieht am Hang entlang, unten neben dem Längentalbach sieht man den Winterweg, und ganz weit hinten kann man bereits das Westfalenhaus ausmachen. Zwei rot-weiß-rote Seilbahnstüzten der Materialseilbahn stören das Gesamtbild nur wenig.
Nach rund 2:30 h erreicht man das Westfalenhaus auf 2.272 m. Die kleine Kapelle vor dem Haus ist ein beliebtes Fotomotiv vor dem Hintergrund des Längentalferners.
Rechts oberhalb der Hütte folgt man der Beschilderung zur Münsterhöhe und zur Pforzheimer Hütte, die hier ebenfalls schon angeschrieben ist. Schließlich stell die Zischgenscharte einen wichtigen Übergang ins Gleirschtal dar. Schnell gewinnt man auf dem Steig an Höhenmeter. Auf der Münsterhöhe - der kleine Abstecher von wenigen Metern lohnt sich - steht ein Kreuz und eine Bank und man genießt einen wunderbaren Blick.
Weiter auf dem Steig aufwärts, vorbei an Steinmännchen, gelangt man zur Abzweigung des Praxmarer Höhenweges nach rechts. Will man auf die Schöntalspitze, folgt man aber dem Steig gerade aus. Über Blockgestein nähert man sich dem letzten steilen Anstieg durch das Geröll aufwärts. Schweißtreibend kämpft man sich nach oben, bis man die Scharte auf rund 2.950 m erreicht. Die Aussicht von hier ist schon grandios, vor allem hinein ins Gleirschtal - als wäre man in Nepal!
Der Gipfelanstieg auf die Schöntalspitze ist mit roten Strichen rechts der Scharte markiert. Man braucht die Hände, um über das Blockwerk zu kommen und im oberen Teil sind einige Seile gespannt. Das Gipfelkreuz steht auf einem schmalen, sehr ausgesetzten Grat, aber die Aussicht ist sensationell.
Vom Gipfel steigt man zur Scharte und in Folge wieder über das schottrige Kar hinunter bis zur Abzweigung des Praxmarer Höhenweges ab. Dieser führt nun entlang des Hanges, mit zwei kleinen Durchstiegen, eimal mit kurzer Seilversicherung, unterhalb von Zischgeles und Oberstkogel zum Köllenzeiger. Danach geht es nur noch abwärts. Der Blick schweift das Lüsener Tal hinaus, über den Roßkogel bis zu den Kalkmassiven von Wetterstein- und Mieminger Kette mit der Zugspitze.
Vorbei an der hübschen Schefalm geht es hinunter in den Weiler Praxmar, wo man auf der Terrasse des Alpengasthofes Praxmar vorzüglich speisen und die tagesfüllende Tour ausklingen lassen kann.
Tourensteckbrief
Region: Tirol
Gebirgsgruppe: Stubaier Alpen
Dauer: 7 bis 8 Stunden
Distanz: 15,8 km
Höhenmeter: 1.565 m
Schwierigkeit: meist T2 (roter Bergweg), Gipfelanstieg T3 mit tl. Seilsicherungen
Variante: Der Gipfelanstieg kann auch ausgelassen werden
Stützpunkt/Einkehrmöglichkeiten: Westfalenhaus, 2.272 m; Alpengasthofes Praxmar am Endpunkt der Tour
Best Jahreszeit: Juni bis Oktober - in Anlehnung an die Öffnungszeiten des Westfalenhauses. Im Juni blühen die Almrosen, aber es ist mit Altschneeresten zu rechnen, im Herbst blüht die Besenheide und die Gräser färben sich golden.
Eignung: Für ausdauernde, trittsichere und schwindelfreie Bergwanderer
Wegbeschaffenheit
Gut markierte und beschilderte Bergwege. Im Bereich des Gipfelanstieges geröllig, Blockgelände, zum Teil seilversichert - Vorsicht vor allem im Abstieg. Danach wieder schöne Bergwege, zum Teil schmal, aber nicht ausgesetzt.
Ausrüstung
Gutes Schuhwerk, eventuell Wanderstöcke, Regen- und Sonnenschutz, Wechselkleidung, warme Kleidung, ausreichend Wasser, ein Erste-Hilfe-Set und wer im Westfalenhaus übernachtet auch ein Hüttenschlafsack gehören jedenfalls zur Ausrüstung. Hier weitere wertvolle Tipps für dich:
Gut zu wissen
Der Weiler Praxmar gehört zum Bergsteigerdorf Sellraintal mit den drei Gemeinden Sellrain, Gries im Sellrain und St. Sigmund. Vom Haupttal, welches vom Inntal bis hinauf nach Küthai und von dort hinunter ins Ötztal führt, führen vier Täler ostwärts in das Herz der Stubaier Alpen, die größtenteils als Ruhegebiet ausgewiesen sind. Mit ein Grund, warum das Sellrain den strengen Kriterien des Alpenvereins für ein Bergsteigerdorf standgehalten hat. Die unverbrauchte Naturlandschaft, die weder von Seilbahnen noch von großen Hotelbauten beeinflusst ist, stellt den größten Mehrwert der Region dar. Im Weiler Praxmar im Lüsenstal gab es früher ein kleines Skigebiet, welches mittlerweile wieder abgebaut wurde. Heute ist Praxmar ein ganz zentraler Ausgangspunkt für zahlreiche, wunderschöne Skitouren etwa auf die Lampsenspitze oder auf den Lüsener Fernerkogel. Ein kleines Stück unter dem Weiler Praxmar beginnen zudem die Langlaufloipen, die vor der prächtigen Kulisse des Lüsener Fernerkogels bis in den Talschluss führen. Und im Sommer ist das Gebiet eine traumhafte Wander-und Bergsteigerregion mit zahlreichen lohnenden Gipfeln wie Zischgeles, Oberstkogel oder eben die Schöntalspitze.
Anfahrt und Parken
Autobahn A12 bis Ausfahrt Ziel-Ost, weiter durch Kematen ins Sellraintal bis Gries im Sellrain. Hier links in Richtung Praxmar abzweigen. Der Straße weiter folgen. Achtung auf einem Teilstück der Straße befinden sich manchmal Kühe und Pferde. An der Kreuzung rechts weiter nach Praxmar.
Parkplatz in Praxmar, gebührenpflichtig
Mit der Bahn nach Innsbruck. Weiter mit dem Bus ins Sellraintal. Die An- und Abreise mit der Linie 4166 ist für Nächtigungsgäste kostenlos.
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